Donnerstag, 11. September 2008
Sehr geehrte Frau Dr. Angela Merkel,
nucdenhemm, 19:55h
ich bin ein glühender Verehrer Ihrer neoliberalen Wirtschaftspolitik. Mit Freude verfolge ich die Anstrengungen Ihrer Regierung die Bundesrepublik in vielen Bereichen zu privatisieren. Unternehmen wie die Energieversorger, Telekommunikation oder Post gehören nun mal nicht in die Hände von Hasenfußpolitikern sondern echten Kerlen aus der Wirtschaft. Deswegen fiebere ich auch dem Börsenstart der Bahn entgegen um mir auch dort einige Reichsbahnanteile zu sichern, genauso wie damals bei der Telekom. Sie werdens nicht glauben, aber die habe ich immer noch, die wertvollen Volksaktien. Und lassen Sie sich nicht von Neuseeland einlullen. Die haben Ihre Bahn doch nur zurückgekauft weil Sie nicht verstanden haben das man auch mal 20 Jahre warten muss, ehe sich ein Investment inklusive Inflationsausgleich rechnet.
Leider bereitet mir beim monatlichen bereitwilligen Zahlen meiner Lohn-, Mehrwert-, Alkohol- und Tabaksteuern immer noch einer der ganz großen Kostenfaktoren der Bundesrepublik erhebliche Bauchschmerzen, nämlich die Wehr...äh...Bundeswehr. Ich möchte zu meinem Vorschlag der Privatisierung unserer Armee erstmal mit den gehörigen Nachteilen des jetzigen Zustandes anfangen.
Ich war von 09/99 bis 06/00 selber in der schönen Lage unsere Verteidungs-, pardon, Angriffskräfte als Wehrpflichtfreiwilliger in einem Panzergrenadierbatallion zu dienen. Die Einkleidung mit Uniformen welche in der gleichen Form schon von GI´s in der Normandie getragen wurden und wahrscheinlich auch noch von denen stammen, spricht zwar für die lange Haltbarkeit, aber den Tragekomfort und die modische Anpassung an Feld und Gelände wird hier kein Tribut gezollt. Ich weiß ja das Sie eine Frau sind, der es nichts ausmacht drei mal das gleiche Kleid in der Öffentlichkeit zu tragen, aber bestimmt würden sie das nicht tun, wenn es aus dem 10.-Hand-Laden stammt und sie damit im Ausland spazieren gehen müssten? Sie können sich vorstellen, das ein afghanischer Junge keinen Respekt gegenüber unseren Soldaten entwickeln kann wenn er meine Jeans aus der Kleidersammlung des DRK anhat die nur ein Zehntel der Tragezeit auf dem sprichwörtlichen Buckel hat, oder?
Nehmen wir als nächstes Beispiel die Unteroffiziere der Bundeswehr her. Ich habe in meinen 10 Monaten erheblich viele dieser Spezies kennengelernt, einige waren sehr gut,andere, nämlich die restlichen 99 Prozent, Nieten.
Nennen Sie mir eine Firma, die als Auffanggesellschaft für gescheiterte Existenzen dient? Die Leute einstellt, welche nicht mal Ihren eigenen Namen lesen, schreiben geschweige den aussprechen können und die Rechnen zum Unwort des Jahres wählen würden? Ich weiß nicht wie Sie diese Menschen für den Dienst an der Waffe auswählen können, wenn ein Großteil nicht mal weiß, das die Bundesrepublik inzwischen 5 Bundesländer mehr hat und die Adolf Hitler für einen "großen" Deutschen halten, obwohl der Östreicher war?
Bei den Offizieren will ich nicht ganz so pingelig sein, aber 10% Alkoholiker mit einer Dunkelziffer nach oben das es durch die Decke geht, ist auch verbesserungswürdig. Da ist ein ganz schön großer Sumpf im wahrsten Sinne des Wortes trocken zu legen.
Frau Dr. Merkel, können Sie sich vorstellen in einem Dienstwagen gefahren zu werden, der 30 Jahre älter ist wie Sie? Nein? Dann sollten sie mal in einem Marder des Heeres mitfahren, wenn er denn fährt. Ich bin in meiner Bundeswehrzeit auf einem Übungsplatz mit oben genannten Fahrzeugen zum schießen gewesen. Nach einem Tag waren von unseren 10 Panzern 7 ausgefallen. Und das nicht durch die Schützenscheiben vom ewigen Angstgegener ROTLAND, denn denen ist es auf deutschen Übungsplätzen nämlich strikt verboten sich zu wehren! Wie können Sie das verantworten wenn unsere Sicherheit demnächst im Kaukasus verteidigt wird oder die Bundeswehr gegen die europafeindlichen Aggressoren aus Irland vorgehen muss? Nicht akzeptieren und integrieren sondern ausradieren und annektieren sind die Zauberworte der EU seit dem Vertrag von Lissabon! Aber das brauche ich Ihnen ja nicht sagen, da Sie, wie alle im Bundestag sitzenden Volksvertreter, das Vertragswerk ja vorher gelesen haben. Ausser den Kommunisten, sonst hätten die nicht dagegengestimmt.
Und damit bin ich auch schon beim größten Hemniss unserer Streitkräfte. Ist es Ihnen nicht leid, jedesmal alle fragen zu müssen ob wir denn unsere Jungs ins Ausland schicken dürfen? Es muss Ihnen doch gehörig auf die Nerven gehen wenn dann von grün und dunkelrot immer die gleichen polemischen Sprüche wie "Das dürfen wir nicht." und "Das ist ein Völkerrechstwidriger Angriffskrieg." kommen? Und dann rufen die auch noch unser Bundesverfassungsgericht an!
Aber um all das müssen Sie sich nicht mehr kümmern wenn Sie den Schritt wagen die Bundeswehr in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Ich kann mir vorstellen, dass die Zustimmung in der Bevölkerung ähnlich hoch ausfällt wie bei der Privatisierung der Bahn. Was spricht denn dagegen neben einem Global Player im logistischen Bereich die Bundeswehr als Global Warrior für militärische Auseinandersetzung zu etablieren? Die Vorteile liegen doch auf der Hand. Als Mehrheitseigner der Aktien behält die Bundesregierung eindeutig die Oberhand bei der Besetzung des Vorstandes. Und die Kriegsbeute, Verzeihung, die jährliche Zahlung der Dividende lässt unseren Peer Steinbrück grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Ein internationales Unternehmen wird auch auf gut ausgebildete Mitarbeiter setzen, denn Rückschläge, bzw. Niederlagen, kann sich eine Firma in Zeiten der Globalisierung nicht leisten. "Wir töten weiter! Wir bilden aus!"
Und machen wir uns doch nichts vor, aber die Bundeswehr als weißer Ritter die Georgien vor einer feindlichen Übernahme retten werden klingt in meinen Augen doch erheblich besser wie Angriffskrieg. Da hätten die russischen Generäle aber ganz schön dumm aus der getarnten Wäsche geschaut, wenn sie im Kaukasus blitzkriegartig von unserem Unternehmen BW AG zusammengeschossen worden wären. Bezahlung erfolgt in Ressourcen und Rohstoffen und dabei haben wir geholfen wieder ein Stückchen Erde zu befrieden. Wäre sicherlich als der "Leopardensprung nach Tiflis" in die Weltgeschichte eingegangen.
Auf Ihrem weiteren politischen Weg wünscht Ihnen alles Gute
NucDenhemm
Leider bereitet mir beim monatlichen bereitwilligen Zahlen meiner Lohn-, Mehrwert-, Alkohol- und Tabaksteuern immer noch einer der ganz großen Kostenfaktoren der Bundesrepublik erhebliche Bauchschmerzen, nämlich die Wehr...äh...Bundeswehr. Ich möchte zu meinem Vorschlag der Privatisierung unserer Armee erstmal mit den gehörigen Nachteilen des jetzigen Zustandes anfangen.
Ich war von 09/99 bis 06/00 selber in der schönen Lage unsere Verteidungs-, pardon, Angriffskräfte als Wehrpflichtfreiwilliger in einem Panzergrenadierbatallion zu dienen. Die Einkleidung mit Uniformen welche in der gleichen Form schon von GI´s in der Normandie getragen wurden und wahrscheinlich auch noch von denen stammen, spricht zwar für die lange Haltbarkeit, aber den Tragekomfort und die modische Anpassung an Feld und Gelände wird hier kein Tribut gezollt. Ich weiß ja das Sie eine Frau sind, der es nichts ausmacht drei mal das gleiche Kleid in der Öffentlichkeit zu tragen, aber bestimmt würden sie das nicht tun, wenn es aus dem 10.-Hand-Laden stammt und sie damit im Ausland spazieren gehen müssten? Sie können sich vorstellen, das ein afghanischer Junge keinen Respekt gegenüber unseren Soldaten entwickeln kann wenn er meine Jeans aus der Kleidersammlung des DRK anhat die nur ein Zehntel der Tragezeit auf dem sprichwörtlichen Buckel hat, oder?
Nehmen wir als nächstes Beispiel die Unteroffiziere der Bundeswehr her. Ich habe in meinen 10 Monaten erheblich viele dieser Spezies kennengelernt, einige waren sehr gut,andere, nämlich die restlichen 99 Prozent, Nieten.
Nennen Sie mir eine Firma, die als Auffanggesellschaft für gescheiterte Existenzen dient? Die Leute einstellt, welche nicht mal Ihren eigenen Namen lesen, schreiben geschweige den aussprechen können und die Rechnen zum Unwort des Jahres wählen würden? Ich weiß nicht wie Sie diese Menschen für den Dienst an der Waffe auswählen können, wenn ein Großteil nicht mal weiß, das die Bundesrepublik inzwischen 5 Bundesländer mehr hat und die Adolf Hitler für einen "großen" Deutschen halten, obwohl der Östreicher war?
Bei den Offizieren will ich nicht ganz so pingelig sein, aber 10% Alkoholiker mit einer Dunkelziffer nach oben das es durch die Decke geht, ist auch verbesserungswürdig. Da ist ein ganz schön großer Sumpf im wahrsten Sinne des Wortes trocken zu legen.
Frau Dr. Merkel, können Sie sich vorstellen in einem Dienstwagen gefahren zu werden, der 30 Jahre älter ist wie Sie? Nein? Dann sollten sie mal in einem Marder des Heeres mitfahren, wenn er denn fährt. Ich bin in meiner Bundeswehrzeit auf einem Übungsplatz mit oben genannten Fahrzeugen zum schießen gewesen. Nach einem Tag waren von unseren 10 Panzern 7 ausgefallen. Und das nicht durch die Schützenscheiben vom ewigen Angstgegener ROTLAND, denn denen ist es auf deutschen Übungsplätzen nämlich strikt verboten sich zu wehren! Wie können Sie das verantworten wenn unsere Sicherheit demnächst im Kaukasus verteidigt wird oder die Bundeswehr gegen die europafeindlichen Aggressoren aus Irland vorgehen muss? Nicht akzeptieren und integrieren sondern ausradieren und annektieren sind die Zauberworte der EU seit dem Vertrag von Lissabon! Aber das brauche ich Ihnen ja nicht sagen, da Sie, wie alle im Bundestag sitzenden Volksvertreter, das Vertragswerk ja vorher gelesen haben. Ausser den Kommunisten, sonst hätten die nicht dagegengestimmt.
Und damit bin ich auch schon beim größten Hemniss unserer Streitkräfte. Ist es Ihnen nicht leid, jedesmal alle fragen zu müssen ob wir denn unsere Jungs ins Ausland schicken dürfen? Es muss Ihnen doch gehörig auf die Nerven gehen wenn dann von grün und dunkelrot immer die gleichen polemischen Sprüche wie "Das dürfen wir nicht." und "Das ist ein Völkerrechstwidriger Angriffskrieg." kommen? Und dann rufen die auch noch unser Bundesverfassungsgericht an!
Aber um all das müssen Sie sich nicht mehr kümmern wenn Sie den Schritt wagen die Bundeswehr in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Ich kann mir vorstellen, dass die Zustimmung in der Bevölkerung ähnlich hoch ausfällt wie bei der Privatisierung der Bahn. Was spricht denn dagegen neben einem Global Player im logistischen Bereich die Bundeswehr als Global Warrior für militärische Auseinandersetzung zu etablieren? Die Vorteile liegen doch auf der Hand. Als Mehrheitseigner der Aktien behält die Bundesregierung eindeutig die Oberhand bei der Besetzung des Vorstandes. Und die Kriegsbeute, Verzeihung, die jährliche Zahlung der Dividende lässt unseren Peer Steinbrück grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Ein internationales Unternehmen wird auch auf gut ausgebildete Mitarbeiter setzen, denn Rückschläge, bzw. Niederlagen, kann sich eine Firma in Zeiten der Globalisierung nicht leisten. "Wir töten weiter! Wir bilden aus!"
Und machen wir uns doch nichts vor, aber die Bundeswehr als weißer Ritter die Georgien vor einer feindlichen Übernahme retten werden klingt in meinen Augen doch erheblich besser wie Angriffskrieg. Da hätten die russischen Generäle aber ganz schön dumm aus der getarnten Wäsche geschaut, wenn sie im Kaukasus blitzkriegartig von unserem Unternehmen BW AG zusammengeschossen worden wären. Bezahlung erfolgt in Ressourcen und Rohstoffen und dabei haben wir geholfen wieder ein Stückchen Erde zu befrieden. Wäre sicherlich als der "Leopardensprung nach Tiflis" in die Weltgeschichte eingegangen.
Auf Ihrem weiteren politischen Weg wünscht Ihnen alles Gute
NucDenhemm
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