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Mittwoch, 9. Januar 2008
Brauereien retten das Klima!
In gewisser Weise hat es mich Anfang 2007 schon etwas aufgeregt, dass die Bar meines Vetrauens den halben Liter Bier um 0,20€ auf Sage und Schreibe 1,20€ angehoben hat. Wenn wenigstens mit dem Preis auch die Promillezahl gestiegen wäre. Das erstaunliche ist aber, dass sich keine Sau darüber aufgeregt hat. Und jetzt schimpfen alle über die Tatsache, dass Normalbenzin genauso teuer ist wie Super.
Ich seh das ein wenig anders, wenn ich mir die obige Erörterung zum Bier ansehe, denn in meinen Augen ist Super genauso billig wie Normalbenz oder vergesst ihr immer den kleinen Unterschied das dort ganze 3 Octan mehr drinn sind.
Wenn ich das jetzt aufs Thema Alkohol umlege, bedeutet das in Zahlen ausgedrückt, dass bei einem durchschnittlichen Promillewert von 5 und einem Bierpreis von 1,20€, 1 Promille genau 0,24€ wert ist. Und Jetzt kommt euer Lieblingswirt, vieleicht auch Getränkehändler, und sagt "Hey dein Bier hat jetzt 3 Promille mehr und der Preis ist immer noch der gleiche." Wird Zeit das ihr eurem Tankstellenwart demnächst mal um den Hals fallt und Schell, Esso und Aral einen Dankesbrief schreibt, denn nach meiner Rechnung müsstet ihr in meiner Stammeskneipe jetzt 1,92€ für den halben Liter bezahlen.
Aber wisst ihr auch warum euer Wirt den Preis so lässt? Weil

a) ihr nicht mehr so lange sitzt, da ihr schneller voll seid und er seine Angestellten eher nach Hause schicken kann und dadurch keine Überstunden auflaufen.

b) die gleiche Menge Flüssigkeit mit mehr Alkohol zwangsläufig dazu führt, dass ihr nicht sooft die Keramikabteilung aufsucht und weniger Wasser mit, sofern ihr sie benutzt, der Klospülung verbraucht. Achja, Jungs, wascht euch gefälligst die Hände, oder findet ihr es toll wenn eure Freundin erst einen Harzer Roller und dann euch anfasst?

c) Strom-, Öl- und Gasverbrauch weniger werden da euer Wirt euch schneller los ist. Auch kann er die Heizung um 5 Grad nach unten drehen, da ihr das erstens bei völliger Trunkenheit eh nicht mehr registriert und zweitens verfliegt der Alkohol bei kühleren Temperaturen nicht so schnell aus dem Bier. Das ist uns doch die kommende Bronchitis allemal wert, oder?

Durch diese drei Tatsachen spart der Wirt aber solche Kosten ein, dass er beim monatlichen Abholen seiner Kontoauszüge von der Spaßkasse dem Angestellten wohl vor Lachen in den Schalter pisst. Denn weniger Kosten auf der einen Seite erhöhen ja nach Adam Ries seinen Gewinn und höherer Gewinn freut das Finanzamt mit höheren Steuereinnahmen und höhere Steuereinnahmen freuen wiederum Vater Staat und der dankt uns das mit...äh...mit...nein, tut er nicht.

Aber da der Wirt jetzt weniger Strom verbraucht, können Eon, Vattenfall und all die anderen Energiekostenblutsauger endlich anfangen Windräder abzubauen, denn dadurch sterben weniger Vögel und mehr gefiederte Freunde bedeutet weniger Bäume schädigende Insekten und das führt wiederum zu einem gesünderen Wald der mehr CO2 aufnimmt.
Da bekommt das Saufen für den Regen(Wald) doch endlich eine globale Bedeutung und ich muss kein schlechtes Gewissen haben wenn ich mir als nächstes ein Auto mit einem 20-Liter-Verbrauch kaufe.

So jetzt werde ich meinem Bundestagsabgeordenten vorschlagen, dass Bier ab sofort bei gleichen Preis mindestens 8 Promille haben muss und das Trinken von Clausthaler einem Umweltdelikt gleich gestellt wird

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Deutsche! Kauft nicht bei Rauchern!
Ich gehöre ja seit geraumer Zeit, um genau zu sein seit meinem 14 Lebensjahr, zur Minderheit der Raucher in diesem mit Feinstaub belasteten Land. Das Anfangen ist mir damals nicht schwer gefallen, was ich vom Aufhören, welches mit Kaltentzug und Nikotinpflastern einherging, nicht gerade behaupten kann und demenstprechend auch scheiterte.

Selbstverständlich bin ich mir über die Spätfolgen, die irgendwann durch das mit diversen Zusatzstoffen versehenen Nervengiftes meinen Körper samt Innereien befallen werden, im Klaren. Auf jeder Packung wird mir als Raucher auf phantasievolle Weise dargelegt, dass ich eigentlich schon tot bin, wobei ich sagen muss, dass ich bis jetzt noch keine Regung dabei verspüre, wenn ich das lese. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich der tschechischen Sprache nicht so richtig mächtig bin.

Inzwischen ist die Inquisition nur ein lächerliches "DuDu" gegen die Hexenjagd die in diesem toleranten Land gegen uns betrieben wird. Wo wurden wir nicht überall vertrieben. Auf Bahnhöfen hängen Schilder gegen uns, in öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen wir uns nicht mehr aufhalten, obwohl wir doch da diejenigen gewesen sind, die noch für Ältere und Schwangere aufgestanden sind. "Sie können meinen Platz haben. Ich muss zum Ausatmen eh ans Fenster." Ich habe inzwischen eine solche Angst vorm Fliegen. Wenn ich dort als Raucher identifiziert werde, muss ich doch damit rechnen von einem Air-Marschall erschossen zu werden. "In Deckung - ein Raucher."
Aber als Raucher werde ich inzwischen mehr diskriminiert als ein Maximalpigmentierter auf einer NPD-Veranstaltung. Hey, sollten wir nicht aus unserer deutschen Geschichte gelernt haben?

Und wofür nehmen wir das alles auf uns? Nur damit alle in diesem Land durch uns, vorausgesetzt es handelt sich um deutsche Tabakerzeugnisse, in den Genuß eines preiswerten Gesundheitssystem kommen. Die AOK-Bayern hat am Ende des Jahres 2006 ihre Beitragserhöhung damit begründet, dass die Einnahmen aus der Tabaksteuer, die inzwischen auch der Finanzierung des Gesundheitssystems dient, zurückgegangen sind.
Ich rufe alle Nichtraucher auf, unsere Minderheit für eine preiswerte Absicherung unser aller Gesundheit zu unterstützen. Fangt an mit Rauchen und ihr werdet irgendwann verstehen, warum Aschenbecher keine Mülleimer sind.

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Dienstag, 8. Januar 2008
Mit 66 Jahren da fängt das Leben an...
Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr sich ältere Menschen doch erfreuen, wenn sie unter Ihresgleichen sind. Nein das ist definitiv nicht abwertend gemeint. Die über 50jährigen mögen mir die Ausdrucksweise verzeihen. Wie oft habe ich nach Besuchen meiner Großeltern von meinen eigenen Erzeugern und DNS-Spendern gehört: "O Gott bitte sag uns das, wenn wir genauso geworden sind". Leider ist das dann schon zu spät.
Nun gut unsere Senioren sind eben ein wenig schrullig aber macht Sie das zu schlechteren Menschen? Jeder der 5 Minuten seines Lebens entbehren kann sollte sich eine Ansammlung von Rentnern in Ruhe anschauen, z. B. vormittags in einem Wartezimmer beim Arzt. Ich bin durch meine kurzzeitige ungewollte Unterbrechung meines Arbeitslebens in diesen Genuß gekommen. Als ich zusammen mit meinem Großvater den Warteraum seines "Gottes in Weis" betreten hatte, wurde ich lauthals durch niesen, schniefen und husten jeglicher Art darauf hingewiesen, dass ich auch in diesem Jahr wieder keine Grippeschutzimpfung vorgenommen hatte. Nun, hier sollte sich beweisen, ob mein Immunsystem diese mit Viren und Bakterien aller Art verseuchte Luft allein bekämpfen konnte. Es sollte das Gegenteil eintreten. Das eigentlich wunderbare aber waren die dann folgenden Gespräche. Mein Großvater, seinerzeit Werkstattleiter einer LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft), kannte ca. die Hälfte der anwesenden Personen. Und anscheinend hatte er einen Mann, dessen Alter ich, bedingt auch durch seinen schlimmen Husten, jenseits der 80 einschätzte, sehr lange nicht gesehen. Und nun wurden sich gegenseitig die eigenen Krankheitsgeschichten aufs schauderhafteste dargelegt. Ich glaube dagegen waren die Gebrüder Grimm die reinsten Amateure. Am Anfang habe ich versucht den Gesprächen durch gezieltes weghören und lesen der Rentner-Bravo, auch Apothekenumschau genannt, geistig zu entgehen. Leider Gottes hatte der lange nicht gesehene Bekannte ein Hörgerät, dessen Funktionalität ich nach fünf Minuten in Frage stellte, weil er in einer Lautstärke von seinem erfolgreich behobenen Leistenbruch sprach, das ein startender Jumbojet mir wie das Summen einer Fliege vorkam. Ich habe vergeblich versucht einen Blick hinter sein Ohr zu werfen, ob nicht doch irgendwo an diesem Wunderwerk der Technik ein ON-Schalter zu finden wäre. Das Unternehmen war nicht von Erfolg gekrönt. Als er geendet hatte schaute ich kurz zu meinem Großvater, da ich, aufgrund seiner ungewohnten Ruhe, glaubte, dass er sich im Traumzauberland befand. Just in dem Moment packt er seine Akte aus, ganz nach dem Motte "mein Haus, mein Auto und meine Frau". Ich habe in meinem Leben nie geglaubt, das eine Geschichte über Arzt- und Krankenhausbesuche soviele Aaahs und Ooohs hervorrufen kann. Am Schweigen der anderen anwesenden Personen nach Beendigung seiner Erzählung vermutete ich ganz stark, dass ihn hier und heute keiner mehr überbieten konnte, was bei einer Entkrüppelung der Hand, einem operierten Prostataleiden und zwei überlebten Herzinfarkten mit anschließendem Einsetzen eines Schrittmachers auch verdammt schwer geworden wäre. Eine Stunde später und mit reichlich verseuchter Luft in meinen Lungenflügeln verließen wir gemeinsam zusammen mit einer Vielzahl neuer Rezepte den Olymp dieses Gottes. Eine Woche später saß ich am selbigen Ort, nur leider deswegen um alle mir an jenem Tag zugeflogenen Krankheiten wieder loszuwerden. Der Kommentar meines wie ein junger Gott durchs Leben ziehenden Großvaters aber hat mich wieder aufgebaut. "Dur rauchst zuviel, Du trinkst zuviel und Deine Ernährung würde sogar ein Schwein nicht überleben."
Ich habe mir vorgenommen den Rat zu befolgen, aber nur weil mich der Gedanke reizt auch einmal mit über achtzig in die "Hall of fame" der überlebten Krankheiten in die Unterlagen eines Allgemeinmediziners aufgenommen zu werden

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Geld oder Leben
Neulich war ich wieder mal zu einem der mir doch eher unangenehmen Privattermine unterwegs. Mein Bankberater ist der Meinung gewesen, dass ich Ihn lange nicht gesehen habe und er mich doch in wenigen Minuten meines Lebens, mit einer nur ihm vertrauten Anlagestrategie, zum Millionär machen würde. Zumindest hatte ich den Eindruck nach dem interessanten Telefongespräch, was ja nichts weiter war als die Auffüllung seines Terminplaners. Nun denn als unmündiger Bundesbürger, der ja von sowas überhaupt keine Ahnung, laut der Argumentation meines Bankangestellten des Vertrauens, hat, begab ich mich in den Finanztempel meiner Hausbank.
Was dann folgte war der Alptraum schlechthin. Da ich durch eine Überschneidung von diversen Kunden- und Kaffeeterminen meines Beraters zum eher ungewollten warten verpflichtet wurde, hatte ich genug Zeit mir den alltäglichen Beratungswahnsinn einer öffentlich, rechtlichen Nochbank anzusehen. Erinnerungen an den letzten Basaraufenthalt in der Türkei wurden wach.
Ich hatte mich so in das große Gebäude niedergelassen, das ich meinen Blick genau auf den Eingangsbereich mitsamt den dort aufgestellten Gelddruckern richten konnte. Was die beiden Schlipsträger, die ich ihrem Alter nach für Azubis hielt, dort machten, würde jedem türkischen Ladenbesitzer die Freudentränen in die Augen treiben. Jeder, aber auch wirklich jeder Kunde und Kundin wurde von den beiden Azubischlipsträgern angesprochen, um dann, wenn angeblich Interesse geheuchelt wurde, die verhafteten Personen sofort in das nächstbeste Beraterzimmer einzuschliesen. Ich wusste gar nicht dass Banken heutzutage die Fließbandarbeit eingeführt hatten.
Nach ca. einer halben Stunde angstvollen Wartens wurde ich dann höflich zu meinem Berater gebeten, er hätte jetzt Zeit für mich und mein Anliegen, was wohl eher andersherum der Fall ist. Meistens liegen ja die Finanzdienstleister an wie der böhmische Nebel. Das meine Begeisterung nicht gerade den Begriff "Himmelhochjauchzend" verdient sei hier nur am Rande erwähnt. Nach einer kurzen und dürftigen Begrüßung durch meinen Herrn Mich-gleich-zum-Millionär-Macher, durfte ich mich auf auf einen harten Stuhl, der mir nach fünf Minuten durch meinen Allerwertesten sagte, das ich mich beeilen sollte, setzten. Und dann kam eine Frage auf die ich nicht gefasst war: "Herr ........, wie lange wollen Sie noch auf Ihre Geschenke vom Staat verzichten?" Wow, Geschenke...sofort hatte ich den Geruch von Plätzchen und Räucherkerzen in meiner Nase. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken wurde mir sofort erklärt, dass ich, aufgrund meines niedrigen Verdienstes, sehr viel Geld vom Staat bekommen könnte wenn ich jetzt sofort einen Bausparvertrag eröffnen würde, welcher mir obendrein auch noch die Möglichkeit, bei einem späteren Bauvorhaben, offen hielt, ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch zu nehmem. Auf meine Frage wieviel ich den mitsamt dem Darlehen denn bekommen würde, konnte ich mir das lachen nicht verkneifen. Mit 25000€ könnte ich mir eine Ruine kaufen und hätte danach noch nicht mal Geld für den Abrissbagger. Und dann kamen wieder die ganzen Argumente die jeder von uns schon mal gehört hat wie da wären staatliche Förderung, Krankenversicherung fürs Haus, Altersvorsorge Eigentum. Und genau meim letzten Begriff lies ich mir einen Zettel und einen Stift geben. Jetzt war ich an der Reihe diesem Herrn mit seinem Gönnerhaften von oben Herab auftreten mal zu zeigen, wie interessant eine Rechnung zwischen Miete und Finanzierung eines Hauses ist. Nehmen wir mal an ich wohne auf dem Lande in einer Kleinstadt mit ca. 15.000 Einwohnern. Ich habe eine kleine 50 qm Mietwohnung mit einer Kaltmiete von 300€. Meine eigene Lebenserwartung beträgt, laut Analyse einer nahmhaften Krankenkasse etwa 75 Jahre, was eine Investition von 180.000€ nur in die Miete, wobei ich hier eine Mietsteigerung außen vor lasse weil ich, wie weiter unten gleich zu lesen sein wird, eventuelle Zinssteigerungen bei einem Darlehen auch außen vor lasse, ergeben würde. Nehme ich mir dagegen ein Darlehen für die selbe Rate und lege einen festen Zinssatz von 5% für die 50 Jahre fest, könnte ich mir geradeso einen Betrag von etwa 70.000€ leisten. Bei einem angenommen Baupreis von ca. 120.000€ für meine "Altersvorsorge Eigenheim" fehlen mir also theoretisch noch genau 50.000€, die, nach meiner Frage, woher ich diesen Betrag jetzt gleich nehmen sollte, durch einen Sparplan finanziert werden sollte, welcher dann mein Bauvorhaben in 10 Jahren mit Kredit auffüllen sollte. Aber in 10 Jahren muss ich für dieselben 70.000€ mehr im Monat aufwenden als jetzt, wobei mich dieser Spaß wiederum sehr wahrscheinlich an den Rand des Ruins, dem ich so schon Jahr für Jahr, und entgegendriffte. Desweiteren muss ich bei einem Haus und/oder Eigentumswohnung nach lockeren 10 Jahren damit rechnen, dass ich auch mal wieder etwas für die Werterhaltung tun muss, oder ich fange dann an auf die Abrißbirne zu sparen. Sicherlich auch eine Mietwohnung will ordentlich aussehen, aber ein Dach decken oder den Außenputz streichen, bezahle ich doch automatisch mit meiner Miete. Schuß! Treffer! Versenkt! So jedenfalls war meine innerliche Interpretation des Gesichtes meines mir, etwas in sich zusammengerutschten, Beraters, welches er zog.

Nach seiner Frage, die ich genüßlich mit einen nein beantwortete, obwohl das so nicht ganz stimmte, ob mir den selber noch was auf dem Herzen brennen würde, erhob ich mein mir doch sehr schmerzendenes Hinterteil und ging zufrieden, ohne Millionen und keinem Plan wie ich das schaffen würde, nach Hause.

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